Die unendliche Geschichte

  • Erste Übung des Jahres 2026

    Nach der Weihnachtspause und den ersten Einsätzen im neuen Jahr, hielt die Feuerwehr Zirndorf vergangenen Dienstag ihren ersten Ausbildungsabend ab. Mit dem Thema „Fahrzeugkunde“ beschäftigten sich alle Übungsteilnehmer besonders mit den Fahrzeugen HLF 20, DLK und RW. In Gruppen wurden die Ehrenamtlichen durch die Ausbilder abgefragt und mussten verschiedene Gerätschaften am Fahrzeug identifizieren und kurz erklären.

    Im Anschluss wurde die gesamte Mannschaft über den derzeitigen Stand zum „Neubau Feuerwehrhaus Zirndorf“ informiert. Dieses Mal allerdings nicht wie gewohnt im Unterrichtsraum des Gebäudes, da der Raum aus Gründen des Brandschutzes ab einer bestimmten Gruppengröße (ab 30 Personen) nicht mehr verwendet werden darf. Theoretische Aus- und Fortbildungen in größeren Gruppen finden ab jetzt in der Fahrzeughalle, ohne die erforderliche Ausstattung, statt.

    Die im Januar angesetzte Jahreshauptversammlung muss aus dem vorgenannten Grund ebenfalls abgesagt werden…

  • Jahresendspurt bei der Feuerwehr Zirndorf 

    Nach einem Problem mit der Mittelspannung in der Stromversorgung des Zirndorfer Nordens, wurde die Feuerwehr vergangenen Sonntag binnen weniger Minuten zu gleich drei Einsätzen disponiert, wobei alle in kurzer Zeit bewältigt wurden.
    Zwei Tage darauf wurde die für Dienstagabend geplante Übung abgesagt. Stattdessen nahmen die Mitglieder der Feuerwehr Zirndorf an der jährlichen Bürgerversammlung der Stadt teil. Auf dieser berichtete die Stadtverwaltung unter anderem über die unzureichenden Arbeitsschutzbedingungen im Feuerwehrhaus der Kernstadtwehr. 

    Wie bereits über das Jahr 2025 kommuniziert, sind diese schon lange nicht mehr hinnehmbar, allerdings wird die Mängelbehebung seit mehreren Jahrzehnten immer wieder verschoben.
    Auch in den Nürnberger Nachrichten gibt es zu diesem Thema (mal wieder) einen Artikel.

    Weitere Details zu den Zuständen am Standort wird es von Seiten der Feuerwehr Zirndorf im kommenden Jahr geben.
    Bis dahin wünscht die Feuerwehr besinnliche Feiertage, ein ruhiges Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

  • Unsere Mängelliste – Feuerwehrhaus Zirndorf

    Das Feuerwehrhaus in Zirndorf ist in vielen Punkten nicht mehr zeitgemäß. Zahlreiche Vorschriften und Empfehlungen – u. a. von der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB) – werden nicht eingehalten. Hier die wichtigsten Mängel in verständlicher Form:

    (Pfeile anklicken zum aufklappen)

    1 Schwarz-Weiß-Trennung
    Was bedeutet das?

    Saubere und kontaminierte Bereiche müssen strikt getrennt sein. Nach Einsätzen gelangen Schadstoffe (Ruß, Giftstoffe, krebserregende Partikel) über die Einsatzkleidung ins Gebäude.

    Problem in Zirndorf:

    Unsere Spinde stehen direkt in der Fahrzeughalle zwischen den Einsatzfahrzeugen. Schutzkleidung, private Kleidung und Abgase kommen ungehindert miteinander in Kontakt. Das erhöht das Risiko von Berufskrankheiten wie dem sogenannten Feuerkrebs.

    2 Umkleiden und Duschen
    Was bedeutet das?

    Nach Einsätzen müssen Einsatzkräfte duschen und Kleidung wechseln können, um Schadstoffe schnellstmöglich zu entfernen. Außerdem engagieren sich immer mehr Frauen in der Feuerwehr – sie benötigen eigene, sichere Umkleide- und Duschbereiche.

    Problem in Zirndorf:

    Es gibt keine getrennten Umkleiden oder Duschen. Einsatzkräfte fahren nach Brandeinsätzen häufig verschwitzt und kontaminiert nach Hause – eine Gefährdung auch für deren Familien. Insgesamt steht allen Einsatzkräften nur eine (!!) Duschkabine in der Männertoilette zur Verfügung.

    3 Alarmparkplätze
    Was bedeutet das?

    Einsatzkräfte müssen bei Alarm schnell und sicher am Feuerwehrhaus parken können.

    Problem in Zirndorf:

    Es gibt viel zu wenige Stellplätze. Bei Alarm parken wir oft in der engen Kurve der Mondstraße und versperren dabei die Fahrbahn. Das kostet wertvolle Zeit und gefährdet andere Verkehrsteilnehmer.

    4 Platzmangel für Fahrzeuge und Gerät
    Was bedeutet das?

    Moderne Fahrzeuge sind größer, außerdem gibt es heute mehr Spezialgerät.

    Problem in Zirndorf:

    Unsere Fahrzeughalle ist zu klein. Fahrzeuge stehen eng gedrängt, Material wird improvisiert gelagert. Das erschwert die Arbeit und verzögert das Ausrücken.

    5 Zu- und Abfahrt
    Was bedeutet das?

    Feuerwehrfahrzeuge müssen schnell und ungehindert ausrücken können, gleichzeitig kommen Kamerad/innen von zuhause angefahren. Die Fahrwege müssen getrennt sein.

    Problem in Zirndorf:

    Die Fahrwege für Zu- und Abfahrt sind nicht getrennt. Häufig kommt es hier zu Gefahrensituationen.

    6 Sichere Arbeitsbereiche für Atemschutzgeräte und Technik
    Was bedeutet das?

    Geräte wie Atemschutz, Pumpen oder Schläuche müssen in sicheren Werkstätten geprüft und instandgesetzt werden.

    Problem in Zirndorf:

    Nach Einsätzen sind die Geräte häufig verschmutzt/kontaminiert. Hier fehlt es an Möglichkeiten, diese Gerätschaften sicher wieder instand zu setzen (Absaugung, Schwarz-Weiß-Trennung, …).

    7 Lagerflächen
    Was bedeutet das?

    Feuerwehr braucht Platz für Einsatzmaterial, Schutzkleidung und Reserveausrüstung.

    Problem in Zirndorf:

    Lagermöglichkeiten sind unzureichend. Material wird in Ecken und Durchgängen abgestellt – unübersichtlich und gefährlich.

    8 Fehlende Sicherheit beim Betreten des Hauses
    Was bedeutet das?

    Feuerwehrhäuser müssen so gestaltet sein, dass sich Einsatzkräfte gefahrlos bewegen können.

    Problem in Zirndorf:

    Enge, unübersichtliche Bereiche und Stolperstellen machen das schnelle Anziehen und Ausrücken riskant.

    Fazit

    Das aktuelle Feuerwehrhaus stammt aus einer Zeit, in der die heutigen Anforderungen nicht vorstellbar waren. Heute geht es nicht mehr nur um Technik, sondern auch um Gesundheit, Sicherheit, Gleichberechtigung und eine funktionierende Infrastruktur.

    Ein Neubau ist daher keine „Luxusforderung“, sondern eine zwingende Voraussetzung, damit die Feuerwehr Zirndorf auch in Zukunft zuverlässig für die Bürger/innen da sein kann.

  • Die Zeichen stehen auf Sparkurs – leider auf Kosten wichtiger Projekte

    Während der vergangenen Stadtratssitzung am 12.06. wurde durch den Stadtrat eine Haushaltssperre verhängt. Dies unterstreicht erneut deutlich die angespannte Finanzsituation der Stadt Zirndorf. Ebenfalls wurde das bereits verabschiedete Investitionsprogramm 2025 geändert; dabei entfielen die eingeplanten Planungskosten für die neue Feuerwache.

    Aufgrund der desolaten finanziellen Lage wurde außerdem bereits jetzt darauf hingewiesen, dass bis mindestens 2028 keine größeren Investitionen möglich sein werden. Damit werden seit langer Zeit offiziell festgestellte und dokumentierte sicherheits- und gesundheitsgefährdende Missstände in unterschiedlichen städtischen Bereichen weiterhin hingenommen und eine dringend erforderliche Abhilfe über einen langen Zeitraum aufgeschoben. Ein Verständnis dafür fällt aufgrund weiterhin
    existierender freiwilliger Leistungen in Millionenhöhe nicht leicht und wird zumindest der Feuerwehr Zirndorf seit über zwei Jahrzehnten abverlangt. Trotz dem Versagen einer jeglichen räumlichen bzw. fürsorgeorientierten Perspektive ist und bleibt die Feuerwehr Zirndorf aktiv sowie einsatzbereit für die Bürgerinnen und Bürger des Stadtgebiets und bei Bedarf auch darüber hinaus.

  • Wir lassen euch nicht hängen – aber wir hängen in der Luft

    Die aktuelle Finanzlage unserer Stadt ist allseits bekannt und sieht alles andere als rosig aus. Daher können verschiedene Leistungen nicht mehr erbracht oder müssen auf den Prüfstand gestellt werden.

    Jedoch dürfen dabei dringend notwendige Projekte in unserer Stadt, wie der Neubau der Feuerwache für die Kernstadtwehr nicht auf die lange Bank geschoben werden, schließlich geht es um die Sicherheit der Bürger und die körperliche Unversehrtheit der von dort ausrückenden Feuerwehrangehörigen.
    Wie bereits mehrfach auf verschiedenen Kanälen mitgeteilt, ist die aktuelle Unterkunft seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr zeitgemäß und längst an vielen Stellen baufällig. Einige dieser Punkte sorgen für Gesundheitsgefährdung bei den Einsatzkräften, die ihren Dienst immerhin freiwillig, unentgeltlich und in der Freizeit leisten.

    Deshalb und nicht zuletzt da dieses Projekt seit Jahrzeiten aus verschiedenen Gründen verschoben wurde, muss die bereits begonnene Planung fortgesetzt werden um handlungsfähig zu bleiben, sobald sich die Finanzlage bessert.

    Wir hoffen dabei auf die Unterstützung der Bürger sowie des Stadtrates und unseres 1. Bürgermeisters.

    Bis dahin verbleiben wir hoffnungsvoll und stets einsatzfähig

    Mit kameradschaftlichen Grüßen

    Die Freiwillige Feuerwehr Zirndorf